Wenn man Menschen zu digitalen Analphabeten macht

Die jahrelange und systematische Fehlinformation der gesamten journalismus-hörigen Bevölkerung darüber, wie man Computersicherheit herstellt, trägt bis heute ihre Früchte:

Am häufigsten nutzten die Befragten als Schutzmaßnahmen ein aktuelles Virenschutzprogramm (57 Prozent) […] Dagegen baut nur jeder Vierte auf die automatische Installation von Updates

Ich drücke das mal etwas anders aus, damit es klarer wird, als es leider bei Heise Online ist: Geschätzt zwanzig Prozent der Befragten in dieser polizeilichen Studie¹ betreiben ihre Computer mit längst behobenen Fehlern in Betrübssystem und Systemsoftware weiter und schmieren da dann etwas Antivirus-Schlangenöl drauf, weil sich das ja so schön sicher anfühlt.

Rd. jeder fünfte Nutzer eines Computers ist so von Reklame und schlechtem Journalismus verblödet worden, dass er diese Dummheit für eine gute Idee hält.

Die einzigen, die sich darüber freuen können, sind Kriminelle.

¹Leider gibt der Heise-Artikel keinen Aufschluss darüber, wie es mit solchen Kombinationen aussieht, so dass ich einfach schätze. Es kann sein, dass dieser Anteil deutlich höher ist, denn die Dummheit tritt ja oft im einzelnen Verdummten gehäuft auf.

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