Das Voynich-Blog

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Das so genannte Voynich-Manuskript ist ein handgeschriebenes und mit vielen Zeichnungen illustriertes Buch aus dem späten Mittelalter. Es ist nicht schön geschrieben, und auch die Zeichnungen machen eher einen flüchtigen Eindruck.

So betrachtet, hat das späte Mittelalter wirklich interessantere Bücher hervorgebracht.

Was das Voynich-Manuskript aber auszeichnet, ist die Tatsache, dass es in einer bis heute unentzifferten Geheimschrift verfasst wurde. Dieser Code hat sogar allen Angriffen mit den Mitteln der modernen, computergestützten Kryptanalyse widerstanden – und er weist dennoch genug erkennbare Struktur auf, um den Eindruck zu erwecken, dass er eben auch eine Nachricht transportieren würde.

Wer nun aber glaubt, dass diese Nachricht vielleicht aus den Illustrationen heraus erkennbar wird, hat sich getäuscht. Alle gezeichneten Pflanzen sind Phantasieprodukte, alle kosmologischen Diagramme einmalig und einige Zeichnungen sind derart fremdartig, dass man nicht einmal gut vermuten kann, was in ihnen dargestellt werden soll. Diese Unfähigkeit gilt natürlich nicht für einen Amateur wie mich, sondern auch für ausgebildete Experten der Mediävistik und der Botanik sowie für Menschen, die sich mit mittelalterlicher Astrologie beschäftigt haben.

Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit diesem Buch – manchmal mehr und meistens weniger. Das zugehörige Blog ist mein ältestes Blogprojekt, da ich früh das Bedürfnis verspürte, meine Mitteilungen und Betrachtungen in deutscher Sprache an einer zentralen Stelle zu veröffentlichen. Für die meisten Menschen dürfte es aber ein völlig uninteressantes Blog sein – und wer Appetit kriegt, den kann ich nur warnen: Schnell kostet die Beschäftigung mit dem »verdammten Manuskript« viel Lebenszeit, und die Aussicht auf irgendeinen Erfolg ist verschwindend gering.

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