Tote Vögel Haben Spaß

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Ja, ich bin öfter gefragt worden, was der Titel dieses Albums bedeuten soll. Der Titel erinnert an die ganz besondere »Zufriedenheit« eines tot im Grase liegenden Vogels, der weder der Verwesung noch dem Gewürm irgendeinen Widerstand leistet und keinerlei sich empor schwingenden Lebenswillen mehr zeigt. Und an einen solchen Vogel erinnert mich unwillkürlich das »Leben« so vieler Menschen in meiner Unwelt.

Das übergeordnete Thema in diesem Album ist das »Ersatzleben«, das Fehlen jeder wirklichen Lebendigkeit, das willige Sich-Hingeben an kostenpflichtige Surrogate für ein selbstbestimmtes Dasein – und die Angst vor der Gewalt, die ein solches Leben hervorbringt.

Im Stück »Exquisit Gold« finden Samples eines Geldspielgerätes der Siebziger Jahre Verwendung. Für meine damalige Veröffentlichung auf Jamendo konnte ich leider nicht ein weiteres Stück mit Geräuschen aus dem Coin-Op »Donkey Kong« verwenden, weil auf Seiten Jamendos urheberrechtliche Bedenken bestanden. Die »Liebe« der toten Vögel beschränkt sich auf die Masturbation, der Rest ihres Daseins soll einen unerträglichen Zustand beenden. Im Hintergrund steht die gesellschaftliche und staatliche Gewalt, die Menschen mit ihrem Potenzial in ein solches Leben zwingt.

Der Weg zur Befreiung führt über die Kunst, die dieses Elend widerspiegelt, darstellt, karikiert.

Es gibt von diesem Album übrigens einen hörenswertes Remastering bei LUCiD Mixing and Mastering.

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