Stimmungsmusik für den Weltuntergang

Albencover »Stimmungsmusik für den Weltuntergang« von SINNESLØSCHEN

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Schlecht gealterter Journalismus

Screenshot Spiegel Online: Meinung / Sicherheitsrisiko Clinton -- Was für Trump spricht -- Von Jakob Augstein -- Gibt es wenigstens einen einzigen Grund, auf einen Sieg von Donald Trump zu hoffen? Ja: den Frieden. Hillary Clinton will im Syrienkrieg die militärische Konfrontation mit Russland riskieren. Das kann Deutschland nicht wollen. -- 20.10.2016, 14:48 Uhr

Fragt euch immer, wie die vorsätzlich psychisch manipulative, contentindustriell journalistische Meinungsmacherei von heute wohl in zehn Jahren rückblickend klingen wird, und dann wendet euch davon ab!

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Kryptischer Hinweis

Haltestelle: Altenbekener Damm -- Automaten-Nummer: 241.301 -- Bei Störungen sind wir erreichbar unter 0511/166 80 -- Logo der üstra

Wer es gefunden hat, weiß Bescheid.

Mein bis an den Rand der Selbstverachtung friedenstüchtiges Seelchen wurde von äußerst unfriedlichen Anwandlungen durchflutet

Selbstzitat

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Contentindustrie im Endstadium, mit Riesenumsätzen

Ein Mann hat angelernte neuronale Netzwerke (große Sprachmodelle, von Journalisten, Politikern und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort »Künstliche Intelligenz« bezeichnet) dazu benutzt, um ohne umständliche Kompositions- und Klangbastelarbeit hunderttausende »Lieder« zu erzeugen. Dann hat er Bots verwendet, um diese »Lieder« milliardenfach zu streamen. Das hat ihm rd. acht Millionen US-Dollar Vergütungen für sein »geistiges Eigentum« eingebracht.

Besser kann man das längst erreichte Endstadium der Contentindustrie und das sich nähernde Endstadium des Kapitalismus gar nicht mehr zusammenfassen: Jede Menge Ressourcen aller Art in Müll, vergiftete Welt und erfreulich sinnlose Abwärme verwandeln, um »Lieder« zu machen, die niemals gehört werden, nur damit diese an Bot-Software gestreamt werden, die gar keine Lieder hören kann und die angekommenen Datenströme in keiner Weise verwertet, immer und immer wieder, weil doch die Kasse dabei so schön klingelt.

Immerhin: Für diese Bot-Skripten kann man ruhig das Schimpfwort »Verbraucher« benutzen. Sie nehmen ganz genau die Rolle ein, die nach weitverbreiteter Auffassung in Politik, Journalismus und Wirtschaft eigentlich von Menschen wie mir, dir und ihnen eingenommen werden soll – und zwar als sinnstiftender Lebenszweck, als das, wofür es sich lohnt, zu leben, zu arbeiten und irgendwann an der Front zu verrecken.

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Doxxing…

nennt man bei den Reuters-Journalisten Simon Gardner, James Pearson und Blake Morrison jetzt übrigens Journalismus. Dass sie dabei Kunst zerstören – ja, die Anonymität eines Künstlers kann durchaus Bestandteil des Werkes sein, und Banksy hat das offensichtlich immer so gesehen und einen deutlich sichtbaren Aufwand betrieben, anonym zu bleiben – ist den Barbaren aus der Contentindustrie völlig egal. Sie interessieren sich nur für den Content, mit dessen Hilfe die Plätze für die gewerbsmäßige Lüge der Reklame vermarktet werden sollen.

Contentindustrie frisst Kunst. Was für uns alle übrig bleibt, ist Scheiße. Die diese unerfreuliche Transformation für eine geizige Handvoll Geld vorantreiben, können sich nicht schämen. Wie auch? Dafür müssten sie ja etwas fühlen können.

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