Redesign Hannover

Das bloggende Hannover war doch eine gewisse Altlast unter meinen Projekten. Es lief im Kern mit einer sehr alten WordPress-Version, die ich schon mit einigen Änderungen gegen die darin steckenden Sicherheitsprobleme stärken musste. Diese Altlast hat sich zunehmend als Problem erwiesen, wenn es darum ging, weitere Funktionen in diesen Aggregator für hannöversche Blogs zu integrieren.

Jetzt habe ich es gewagt und das bloggende Hannover auf den aktuellen Stand gebracht. Das ging keineswegs ohne Probleme, der Vorgang hat sich ca. zwei Stunden hingezogen. In dieser Zeit haben eventuelle Leser immer wieder fröhliche Fehlermeldungen gesehen. Vielleicht hat dabei auch der eine oder andere einen Einblick darin bekommen, warum man laufenden Code zu einem gewachsenen Projekt besser nicht ohne Not anfassen sollte – es macht nur Ärger.

Augenfälligste Änderung aus der Sicht eines Leser ist – neben dem frischen Farbschema – das integrierte und im Design auf die Website abgestimmte bbPress-Forum. Ich bin regelrecht gespannt, ob dieses Forum angenommen wird, denn es hat – wie jede Installation eines »integrierten« bbPress – viel Mühe gekostet, um es zum Laufen zu bringen.

Aber vermutlich werde ich jetzt erstmal hören und lesen, dass das Design nicht gefällt…

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WP-Plugin: Don’t like Facebook

Nachdem alle möglichen Leute diesen »Like-It-Button« von Facebook in ihre Websites integriert haben, habe ich meinen Standpunkt zu diesem Unsinn in ein WordPress-Plugin verpackt. Dieses Plugin ist recht einfach. Es hängt an die Posts und Seiten einen Button an, der einen Link auf eine Aufklärungstext über die größtenteils wenig erquicklichen Machenschaften Facebooks enthält. Sowohl der Text als auch der eingebettete Button sind leicht austauschbar und damit an spezielle Bedürfnisse anzupassen.

Download-Link: WordPress-Plugin »Don’t like Facebook«

Installation

Das ZIP-Archiv entpackt sich in ein Verzeichnis Dontlike, welches zwei Verzeichnisse enthält. Das Verzeichnis dontlike kann direkt in das Plugin-Verzeichnis wp-content/plugins hochgeladen werden, anschließend kann das Plugin wie gewohnt aktiviert werden.

Nachtrag / Kleine Zusatzanpassung

Wer den Button nur bei der Ansicht eines Einzelbeitrages einblenden möchte, tausche einfach die Datei dontlike.php gegen die schnell angepasste Version der Datei dontlike.php aus. Ja, ich weiß, das ist ein ganz schneller Hack und so etwas gehört auf eine Optionsseite, aber für lediglich eine Option ist eine Optionsseite doch etwas übertrieben…

Diese angepasste Version (dank an tux für den Hinweis!) läuft jetzt auch hier.

Anpassung

Die Dateien button.png und title.gif können beliebig ausgetauscht werden, die Informationsseite ist reines HTML und kann ebenfalls leicht angepasst werden oder neu erstellt werden, wenn der Inhalt gar nicht gefällt. Damit eine Anpassung der Titelgrafik leicht wird, befindet sich im Ordner Daten meine Projektdatei für GIMP. Alle Dateien sind unter Piratenlizenz lizenziert, so dass sie beliebig bearbeitet werden können, so lange man mich dafür nicht verklagt. 😉

Wer die Namen der Dateien nicht mag und ein bisschen PHP lesen kann, findet im kommentierten Code des Plugins eine bequeme Möglichkeit, andere Dateinamen für den Button und die dargestellte Seite zu vergeben.

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Schrei Ende Leere

Vorabveröffentlichung von Schrei Ende Leere, zusammen mit einer Fotostrecke des Ihmezentrums | YouTube-Direktlink

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GMAMEUI zum Laufen bringen

Wer Linux benutzt, muss keineswegs auf Spiele verzichten, es gibt schließlich XMAME, den universellen Emulator für Arcade-Spiele unter Linux und seine zahlreichen Ableger.

Allerdings ist xmame ein Programm für die Kommandozeile, und das ist für viele Menschen ein erhebliches Hindernis. Zum Glück gibt es das GMAMEUI-Projekt, das eine hübsche graphische Oberfläche für den Start der MAME-Spiele zur Verfügung stellt:

So sieht diese Oberfläche aus

Leider muss ein deutschsprachiger Linux-Anwender zurzeit feststellen, dass GMAMEUI auf rätselhafte Weise seinen Dienst versagt. Große Teile des Programmes funktionieren reibungslos, es ist möglich, eine Liste der Spiele zu erzeugen, aber ausgerechnet der Start eines Spieles schlägt fehl, ohne dass auch nur eine Fehlermeldung ausgegeben wird. Und dabei hat man sich das Programm doch installiert, um Spiele starten zu können.

Ich habe mich mal darangesetzt, diesen Fehler zu analysieren und einen sehr einfachen Weg gefunden, wie GMAMEUI dazu gebracht werden kann, Spiele zu starten.

Ursache des Fehlers

Zunächst zur Ursache des rätselhaften Fehlers. GMAMEUI ist nicht etwa MAME mit einer Oberfläche dazu, sondern »nur« eine grafische Oberfläche, die dann das Kommandozeilenprogramm xmame aufruft. Dabei werden die zusammengeklickten (und gespeicherten) Einstellungen für das jeweilige Spiel in einer langen Kommandozeile übergeben.

Diese Trennung steht übrigens in bester Unix-Tradition, und sie ermöglicht es auch, den Fehler zu beheben, ohne etwas an GMAMEUI zu verändern.

In der erzeugten Kommandozeile steckt ein Fehler, wenn GMAMEUI zusammen mit deutschen Spracheinstellungen verwendet wird.

Für einige Werte, etwa die Helligkeitskorrektur, werden Zahlen mit Dezimalstellen übergeben. GMAMEUI formatiert diese Zahlen beim Zusammenstellen der Kommandozeile nach den im deutschen Sprachraum üblichen Konventionen und verwendet ein Komma als Dezimaltrenner, aber xmame muss diese Zahlen mit einem Punkt als Dezimaltrenner erhalten. In vielen Sprachräumen wird dieses Problem nicht auftreten, und deshalb ist der Fehler in GMAMEUI wohl auch noch nicht behoben worden.

Lösung

Es ist möglich, in GMAMEUI anzugeben, an welcher Stelle die ausführbare Datei xmame im Dateisystem liegt. Diese Einstellmöglichkeit findet sich unter Optionen/Verzeichnisse im Menü. Normalerweise liegt das Binary unter /usr/games/xmame.

Um das Problem zu beheben, schreibe man einfach ein kleines Shellskript mit dem Namen mame-wrap (oder einem beliebigen anderen) und dem folgenden Inhalt:

filtered=`echo $@ | sed 's/\,/\./g'`
/usr/games/xmame $filtered

Natürlich muss der Aufruf von /usr/games/xmame an die verwendete Installation angepasst werden, an der Kommandozeile kann man mit which xmame herausbekommen, wo das xmame-Binary liegt.

Dieses Shellskript speichern und die Dateirechte mit der Shell oder dem Dateimanager der eigenen Wahl so setzen, dass es auch ausgeführt werden kann.

Das war der schwierige Teil. Dieses Skript ersetzt in den Optionen einfach Kommas durch Punkte, und da nur für die Zahlen Kommas verwendet werden, korrigiert es die falsche Kommandozeile, die von GMAMEUI erzeugt wird. Wer keine Lust hat, das Shellskript selbst zu erstellen, kann gern meine Version verwenden oder an seine Linux-Installation anpassen.

Nun muss dieses Shellskript in GMAMEUI unter »Optionen/Verzeichnisse« als »von MAME ausführbare Datei« eingetragen werden, was nur ein bisschen Klicken erfordert. Wenn schon eine Spielliste erstellt wurde, ist eine Neuerzeugung der Liste nicht erforderlich, deshalb die Frage nach der Änderung der Einstellung verneinen, wenn schon eine Liste vorhanden ist.

Have fun!

Das war alles. Nun stehen die MAME-Spiele in einer leicht zu bedienenden graphischen Oberfläche zur Verfügung.

Übrigens: Ist es nicht schön, wie einfach man sich unter Linux mit kleinen Skripten um ärgerliche Schwächen großer Programme herumarbeiten kann? 😉

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Wie man am Geldspielgerät gewinnt

Wer bloggt, kann seltsame Dinge erleben.

Zum Beispiel, wenn er sich einmal anschaut, welche Suchbegriffe sich in den Logdateien des Webservers wiederfinden. Interessanterweise haben die Themen, die sich dort im alltäglichen Wahnsinn spiegeln, nur wenig mit den markanten Themen des Blogs zu tun. Als ich vor längerer Zeit noch das inzwischen eingestellte »Schwerdtfegers weblog« täglich mit Betrachtungen eines Marginalisierten der Globalisierung füllte, interessierte sich kaum jemand dafür, wer mit Tabak oder Kaffee schenkte, welche Dinge man wo kostenlos bekam, was ich vom Unfug der Werbung hielt und wieviel Galle ich über das bildzeitungsblutige Blendgelaber der rot-schwarz-grün-gelben Einheitspartei spritzte, deren Politik meine Freunde in den Tod trieb (und immer noch treibt).

Nein, zuletzt kamen gut 15 Prozent meiner Besucher über Google. Und zwar mit dem Suchbegriff »ficken im schlamm« (oder etwas vergleichbares) – und dann lasen sie einen ganz alten Text in diesem Blog, in dem ich über obskure Suchbegriffe schrieb. Ja, das mache ich schon immer gern… 😉

Was jemand im Internet zu finden hofft, der nach »ficken im schlamm« sucht, weiß ich nicht. Ficken kostet nichts, und Schlamm findet sich überall, wo es Dreck und Wasser gibt, da braucht es keine Suchmaschine. Offenbar wird die saliromanische Lust von den gängigen Pr0n-Angeboten nicht genügend abgedeckt…

Nun gut, im Blahblog habe ich seit einiger Zeit einen zwar nicht so starken, aber doch ähnlichen Dauerbrenner unter den Suchbegriffen. Alle möglichen Leute wollen »vom Internet« wissen, wie man an Geldspielgeräten gewinnt.

Ich schaue mir das jetzt schon seit Monaten an. Zwischendurch habe ich aus meinem alten Reklame-Archiven immer wieder einmal Werbung für Geldspielgeräte gebracht, die sich an die Aufsteller dieser Geräte wendet und ganz andere Schwerpunkte setzt als die Gewinnmöglichkeiten des Spielers, und ich bin auch nicht müde geworden, immer wieder darauf hinzuweisen, dass ein heutiges Geldspielgerät nichts weiter ist als ein werksseitig auf den langfristigen Verlust des Spielers programmierter Computer. Manchmal habe ich sogar ein bisschen in den Kommentaren versteckt darauf hingewiesen, für welche »tollen« Tricks man auf eBay Geld ausgeben kann, wenn man so blöd ist, zu glauben, dass es eine Chance zum langfristigen Gewinnen gäbe – und wenn man glaubt, dass jemand solche Tricks verkaufen würde, statt einfach mit diesen Tricks zu gewinnen.

Ich gestehe es ja ein, Leute: Das war unfair. Richtig unfair. Ich habe über die ganze Zeit hinweg mein tiefes Geheimwissen um die Gewinnmöglichkeiten an Geldspielgeräten zurückgehalten, und ich bin schuld daran, dass ihr so viel Geld verloren habt.

Deshalb gebe ich hier einen Hinweis, wie man an Geldspielgeräten gewinnen kann.

Dies geht keineswegs mit technischen Manipulationen, wie viele denken. Solche Manipulationsversuche sind ja auch kriminell, und wer so etwas tut und sich erwischen lässt, wird die Polizei und den Richter kennenlernen, vielleicht sogar das Gefängnis – schließlich schützt das Recht hier den Aufsteller, der Gewinne verspricht und davon lebt, dass Menschen Geld in seine Kisten stecken und auf Gewinne hoffen. Nein, das Gewinnen an Geldspielgeräten geht nur mit Hexerei. Diese hat zudem den Vorteil, zurzeit noch legal zu sein. Aus diesem Grund und zur allgemeinen Kenntnisnahme hier das sofort anwendbare Rezept zur Herstellung und Anwendung einer

Kräuter-Gewinnsalbe für Geldspielgeräte

Zutaten

  • 20 Gramm Blätter der Krausen Minze, bei Neumond gepflückt
  • 30 Gramm Blätter des Löwenzahns, bei Vollmond gepflückt
  • 31,415 Gramm Wurzel der Schafgarbe
  • 8 Gramm Kamillenblüten
  • 8 Gramm trockene Gingko-Blätter
  • 24 Gramm Knoblauch
  • 1 vierblättriges Kleeblatt
  • 1 Prise Salz, mit blindem Glauben hinzugegeben

Herstellung der Gewinnsalbe

Man vermische die Zutaten in einem Kupfergefäß. Zum Zerstoßen verwende man den Spulenkern des Auszahlmagneten eines ausgedienten Geldspielgerätes, bis alles in kleine Teile zermahlen ist. Zu nächsten Walpurgisnacht (ist ja bald wieder) begebe man sich zum Harz, suche dort eine Waldlichtung auf einem Hügel und schlage daselbst mit Zunder und Feuerstein ein Feuer. Das Kupfergefäß mit klarem Wasser auffüllen und so lange unter Absingen des Textes »Ghaar Klimp Ghaar Rpa Rpa Ghaar Popp Narr Ratter« kochen, bis zunächst ein Sud entsteht und sich anschließend das Wasser beinahe vollständig verflüchtigt hat. Unbedingt ein Anbrennen vermeiden und immer schön singen! Der schließlich verbleibende, breiige Kräuterextrakt ist die Gewinnsalbe, diese wird in tiefer Dankbarkeit für den kommenden Reichtum in ein luftdicht verschließbares Glasgefäß gegeben.

Anwendung der Gewinnsalbe

Man gehe zum Geldspielgerät, das verhext werden soll. Die Gewinnsalbe schmiere man auf den Ablesebereich, bis einlaufende Spielkombinationen nicht mehr zu erkennen sind. Nun werfe man wie gewohnt Münzen in das Gerät und warte, bis der Gewinn kommt.

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