Contentindustrie im Endstadium, mit Riesenumsätzen

Ein Mann hat angelernte neuronale Netzwerke (große Sprachmodelle, von Journalisten, Politikern und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort »Künstliche Intelligenz« bezeichnet) dazu benutzt, um ohne umständliche Kompositions- und Klangbastelarbeit hunderttausende »Lieder« zu erzeugen. Dann hat er Bots verwendet, um diese »Lieder« milliardenfach zu streamen. Das hat ihm rd. acht Millionen US-Dollar Vergütungen für sein »geistiges Eigentum« eingebracht.

Besser kann man das längst erreichte Endstadium der Contentindustrie und das sich nähernde Endstadium des Kapitalismus gar nicht mehr zusammenfassen: Jede Menge Ressourcen aller Art in Müll, vergiftete Welt und erfreulich sinnlose Abwärme verwandeln, um »Lieder« zu machen, die niemals gehört werden, nur damit diese an Bot-Software gestreamt werden, die gar keine Lieder hören kann und die angekommenen Datenströme in keiner Weise verwertet, immer und immer wieder, weil doch die Kasse dabei so schön klingelt.

Immerhin: Für diese Bot-Skripten kann man ruhig das Schimpfwort »Verbraucher« benutzen. Sie nehmen ganz genau die Rolle ein, die nach weitverbreiteter Auffassung in Politik, Journalismus und Wirtschaft eigentlich von Menschen wie mir, dir und ihnen eingenommen werden soll – und zwar als sinnstiftender Lebenszweck, als das, wofür es sich lohnt, zu leben, zu arbeiten und irgendwann an der Front zu verrecken.

Englischsprachige Presseerklärung der zuständigen Staatsanwaltschaft

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert