Ich bin inzwischen von der NSA offiziell als ein »Extremist« eingeordnet worden. [Dauerhaft archivierte Version]
The XKeyscore rules reveal that the NSA tracks all connections to a server that hosts part of an anonymous email service at the MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) in Cambridge, Massachusetts. It also records details about visits to a popular internet journal for Linux operating system users called »the Linux Journal – the Original Magazine of the Linux Community«, and calls it an »extremist forum«
Wenn ihr in den nächsten Tagen nichts mehr von mir lest, hat mir eine ferngesteuerte Morddrohne des US-Militärs mit lautem Knall Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gebracht oder ich wurde in den US-Folterknast im rechtsfreien Raum von Guantánamo verschleppt. Schließlich muss der »Extremismus« ja bekämpft werden.
Aber den schlechten Scherz mal beiseite.
Offenbar wird zurzeit die systematische Kriminalisierung sowohl Freier Software als auch wirksamer Kryptografie vorbereitet. Wenn diesem klandestin vorangetriebenen Ansinnen nichts entgegengesetzt wird, dann wird es schon in ein paar Jahren (also: noch innerhalb deiner und vielleicht sogar meiner Lebenszeit) gesetzliche Verbote Freier Betriebssysteme geben.
Wer so naiv ist, zu glauben, dass das gar nicht geht: Es können sogar beinahe weltweit Pflanzen verboten werden; und das Hanfverbot wird mit extrem hohem Aufwand, absurden Kosten, beachtlichen gesellschaftlichen Kollateralschäden durch die Förderung der Organisierten Kriminalität sowie massenhaft Verknastungen von Menschen durchgesetzt. Es ist nur eine Frage der Propaganda¹, ob die Mehrheit der Menschen so etwas widerstandslos über andere Menschen ergehen lässt und sich mit der Rationalisierung einlullt, dass sie selbst ja nicht betroffen sei, weil sie ja nicht »extremistisch« (oder »drogensüchtig«) sei… und außerdem gibt es doch legale Drogen, die sogar »Open Source« sind.
»Ich habe doch nichts zu verbergen« könnte als Motto auf dem Banner der feigen Armeen des neuen Faschismus stehen, die ihre Stiefel im Sessel erproben.
¹Man beachte die Spritze mit der Aufschrift »Misery«. Wer einen Kiffer kennt, kann ihn ja mal fragen, wann er sich die letzte Spritze gesetzt hat. Für Propaganda gilt: Es muss doppelt so grob sein, wie man es gerade noch für erträglich und glaubwürdig hält, dafür aber allgegenwärtig.