Wenn man einen Hund ein Stück Holz vor die Nüstern hält und »feines Stöckchen« sagt, bevor man dieses Ding in die Gegend schleudert, rennt der Hund fröhlich hin und bringt das Stöckchen zurück.
Solche Hündigkeit gibt es auch für Blogger. Die Stöckchen sind ein Teil der Blogkultur. Jemand stellt Fragen, beantwortet diese und wirft diese Fragen zu anderen Bloggern, die sie dann fröhlich aufgreifen und ihrerseits beantworten. Was sie dafür zurückgeben, das ist ein Link auf den Fragesteller. Eine tolle Beschäftigung, und die aufgeworfenen Fragen sind in der Regel am Konsum medialer Produkte, am Essen und vergleichbaren Dingen ausgerichtet, damit auch jeder mühelos mitspielen kann – na ja, fast jeder, denn jemand wie ich kommt in diesem Spiel um »Google-Liebe« nicht vor.
Aber ich spiele trotzdem mit. Und ich habe ein eigenes Blog, in dem ich sehr unregelmäßig die Stöckchen vergrabe, über die ich im Internet stolpere. Meist sind meine Antworten nicht so nahe an den Erwartungen gewöhnlicher Menschen, aber ich bin ja auch kein gewöhnlicher Mensch.

Sehr schöne Blogpräsenz, beruhigend und einladend, wie eine Oase im Stossverkehr. Der Ausdruck »Stöckchen vergraben« ist inspirierend. Ich versuche dies in meinem an Touristen und Spanienfreunde gerichteten Blog, indem ich immer mal etwas erwähne, das nicht überall steht. Manchmal findet’s wer, manchmal sieht’s keiner, aber das ist wohl so bei vergrabenen Stöckchen.
Dorotea (Andalusien)