Elias Schwerdtfeger
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Lizenziert unter Schwerdtfegers Lizenz für Freie Musik.
Ein Album, das von kalter, monotoner Musik geprägt ist. Es bringt jene Kälte zum Ausdruck, die hier mittlerweile das gesamte Leben zu prägen scheint und in der die Seele zu erfrieren droht.
Die Samples in Exquisit Gold sind einer Audioaufnahme des gleichnamigen, von NSM gebauten Geldspielgerätes aus den Siebziger Jahren entnommen. Erstaunlich, mit welchen mechanischen »Freuden« Menschen ihre Zeit verbringen.
Der Tod des Narziss ist eines der schrägsten Stücke, die ich jemals veröffentlicht habe. Wesentliche Anregungen habe ich schon vor über zehn Jahren in einer persönlichen Erfahrung der Todesnähe erhalten.
Weltschmerz war ursprünglich ein völlig anderes Stück, in dem reichlich Text aus dem Abschiedsbrief eines so genannten »Amokläufers zitiert wurde. Ich habe dieses Projekt verworfen, da es mir einfach unanständig vorkommt, mit einem solchen Material an die Öffentlichkeit zu treten. Dennoch war das musikalische Material so, dass ich das Stück noch einmal überarbeitete und in die Stimmung dieses Albums einpasste.
Morgenstimmung beschreibt einen verheißungsvollen neuen Tag, doch Der Atem der Maschinen besteht fast nur aus Lärm. Exquisit Gold steht als »logisches« Bindeglied dazwischen. Die erfrierende Seele wendet sich in ihrem Rest von Fühlvermögen an mechanische Ablenkungen vom eigenen Lebensschaden, das Ergebnis ist ein maschinelles Restleben, das jede Möglichkeit zum Handeln verloren hat, immer stärkerer Reize zur Ablenkung bedarf und schließlich fast nur noch als berechenbaren Reaktionen besteht, die mehr an ein Haustier als an einen Menschen erinnern.
Von Exquisit Gold gibt es eine neuere, aber früher veröffentlichte Version auf Tote Vögel Haben Spaß.
Es gibt keine Texte. Alle Stücke wurden aus synthetischen Klängen und Samples gebaut und sollen als kalte Klangwelt wirken.