Elias Schwerdtfeger
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Lizenziert unter Schwerdtfegers Lizenz für Freie Musik.
Dieses Album besteht aus alten, bislang unveröffentlichten Tracks und einigen frischen Mixes schon früher veröffentlichter Stücke. In gewisser Weise handelt es sich um eine »Resteverwertung«, da hier auch vieles Platz gefunden hat, was nicht auf die anderen Alben passt. Natürlich könnte ich mir jetzt eine lange Geschichte ausdenken, die dieser Sammlung einen Schein von Sinn gibt, aber das erspare ich euch doch lieber.
Wer auf diesem Hintergrund einen Sinn im Albumnamen »Resurrection Failure« suchen möchte, wird gewiss leicht fündig werden.
Das im Cover verwendete Foto wurde von Frank Eckert aufgenommen.
Das Stück »Schwarze Puppen« entstand nebenbei, als ich das Album Schwarzer Nasser Schmerz erstellte.
Der größte Teil von »Orange Soil« besteht aus dem NASA-Archiv des Apollo-Programmes, die Qualität der Funkverbindungen lieferte auch einige hübsche perkussive Samples. In der Mitte des Stückes ist ein Astronaut hörbar begeistert davon, dass er auf dem Mond orangefarbenen Staub gefunden hat. Fürwahr, ein größer Schritt für die Menschheit.
Den ursprünglichen Mix von »Die Bombe« habe ich im Album Tote Vögel haben Spaß veröffentlicht. Von diesem Album gibt es ein hörenswertes Remastering bei LUCiD Mixing and Mastering.
»Der Schwarze Kanal« wurde aus der Aufnahme der letzten Folge der gleichnamigen Fernsehsendung im Fernsehen der DDR erstellt. In wie hohem Maße dieser Text angesichts einer zunehmend militarisierten Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland aktuell geworden ist, mag jeder selbst entscheiden.
Die »Einsame Kalte Nacht« ist Krach, in dem ich eine Winternacht verdaut habe, in der ich beinahe erfroren und erbärmlich abgekratzt wäre.
»Geburtstag« ist eines der schnellsten und technoidesten Stücke, die ich je geschrieben habe. Es ist ein sehr altes Stück, das nur bislang auf keinem Album Platz gefunden hatte. Anlass war tatsächlich ein Geburtstag, wer hätte das gedacht.
Nichts ist so hypnotisch wie die stumme Aufnahme des medialen Irrsinnes, aber mit dem Stück »Medienwahnsinn« war ich niemals so zufrieden, dass ich es veröffentlichen wollte. Dennoch ist es eine beachtliche Klanglandschaft aus teilweise recht scheußlichen Samples. Ursprünglich wollte ich auch einen Text darauf singen.
Der Sprecher in »Hirnalarm« ist Frank Eckert. Der Text ist in seinem Schnitt und in seiner gepressten Geschwindigkeit an einem damaligen Werbespot eines großen deutschen Molkereibetriebes angelehnt, in dem eine Göre mit aufdringlicher Stimme »Fruchtalarm«: brüllte. Frank hat damals seine satirische Version dieses Werbespots erstellt, und ich habe mit dem geisteskranken Gelaber ein bisschen Lärm gemacht.
Alle Samples in »Donkey Kong« wurden von dem gleichnamigen Klassiker der Schnellimbisse und Spielhallen genommen.
»The Joy Of Void« habe ich ursprünglich für ein Videowerk auf der White Darkness gemacht. Zu der sehr monotonen Musik wurden Fraktale eingeblendet.
Die Gehirne müssen eben neu verdrahtet werden, und die ganzen Stücke müssen ein bisschen bearbeitet werden. Das Manifest der Hannoverschen Schule ist ein zu passender Abschluss, um sich diese Möglichkeit einer Zweitveröffentlichung entgehen zu lassen.
Das Manifest der Hannoverschen Schule
Die gehirne müssen neu verdrahtet werden.
Die welt wird ein einziges irrenhaus.
Die welt ist reif.
Sie will gepflückt werden.