Übrigens, Madsack-Journalisten, stinkende!

Wenn sich jemand mit mir über ein empfindliches, schweriges Thema austauschen möchte, das nicht wirklich an die Öffentlichkeit gehört, hat es bis jetzt noch jeder geschafft, zum Beispiel anhand meines Twitter-Profiles durch einfaches Klicken mit der so genannten »Maus« meine Mailadresse herauszubekommen, und auch der PGP-Schlüssel für eine angemessene Verschlüsselung findet sich nach nur einem weiteren Klick vom Impressum auf meiner Homepage. Der Weg geht so: Twitter-Profil anzeigen (das ist auf Twitter mit meinem dort verwendeten Namen verlinkt), da auf die angegebene Homepage klicken, auf der Homepage das von jeder betrachteten Seite aus als Link deutlich sichtbare Impressum klicken, um an die Mailadresse zu kommen, und optional, wenn man wirklich Kommunikationsprofi mit erhöhter Wertschätzung der Privatsphäre ist, aus dem Impressum heraus den Link auf den öffentlichen PGP-Key folgen.

Vier relativ einfache Klicks, und schon hat man einen sicheren, guten, zuverlässigen, nicht-öffentlichen und nicht von einem NSA-USA-Unternehmen kontrollierten Kommunikationskanal, über den man etwas mitteilen kann, eine Rückfrage zu einem meiner Tweets stellen kann oder generell zu mir Kontakt aufnehmen kann.

Ich habe mehrfach in den letzten elf Jahren gelegentlicher Twitter-Nutzung erlebt, dass diese kleine intellektuelle Leistung auch von Menschen erbracht werden konnte, die ansonsten eher nicht zu den hellsten Leuchten im Lampenladen gehören. Natürlich müssen sie ein Interesse an der Kommunikation haben, damit ihnen dieses bisschen Mühe nicht zuviel ist. Aber wenn dieses Interesse besteht, lässt es sich sehr einfach verfolgen.

Eindeutig damit überfordert sind allerdings Journalisten des hannöverschen Madsack-Verlages auf ihrer Jagd nach möglichst aufwühlendem Content, den sie als Köder für die vermarkteten Werbeplätze, also für das eigentliche Geschäft des Presseverlegens, benötigen. Solche ruchlosen Leute, die sich dann auf Twitter die Brust aufreißen, um eisige Kälte in die Welt zu entlassen und sich mit ihren Tätig- und Tätlichkeiten brüsten¹, natürlich mit Link auf kostenpflichtige Bereiche einer contentindustriellen Website eines Presseverlegers, wäre doch schade, wenn man aus einem ermordeten Kind nicht noch lecker Profit schlürfen könnte. Da gibt es dann beflissen kalte, ekelerregende Kommunikationsversuche über Twitter¹, die in diesem einen Fall auch nicht dadurch gebremst wurden, dass ich vorher unmissverständlich klargemacht habe, dass ein Mensch mit akuten psychischen Problemen betroffen ist. Es fällt wirklich schwer, angesichts solcher menschlicher Abgründe nicht zu erbrechen.

Das Traurigste am so genannten Pressesterben ist und bleibt es, dass es viel zu langsam geht.

¹Die Verpixelung in den Screenshots ist natürlich von mir – trotz der völligen Offenheit dieses Austausches. Ich bin ja kein Journalist.

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